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Leuchtpult
Johannes Itten
Johannes Itten
* 1888 in Süderen-Linden; † 1967 in Zürich

1909Beginn des Studiums an der Ecole des Beaux-Arts in Genf
1912Diplom als Sekundarlehrer
1913–1916Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart als Schüler von Adolf Hölzel
ab 1916erste Ausstellung bei Herwarth Walden in der Galerie “Der Sturm“ in Berlin; Bekanntschaft mit Georg Muche; Übersiedlung nach Wien
1919Berufung an das Staatliche Bauhaus in Weimar
1919–1923Aufbau und Leitung des Vorkurses am Bauhaus
1923Ausscheiden aus dem Bauhaus; Eintritt in die Internationale Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft in Herrliberg am Zürichsee; Gründung der Ontos-Werkstätten für Handweberei und Teppichknüpferei gemeinsam mit Gunta Stölzl in Herrliberg/Zürich
1926Gründung der Modernen Kunstschule in Berlin
1932–1938Direktor der Höheren Fachschule für textile Flächenkunst in Krefeld
1934Schliessung der Modernen Kunstschule in Berlin durch die Nationalsozialisten
1938Schliessung der Höheren Fachschule für textile Flächenkunst durch die Nationalsozialisten; Emigration nach Holland; Rückkehr in die Schweiz; Berufung als Direktor der Kunstgewerbeschule Zürich; Leitung des Kunstgewerbemuseums in Zürich
ab 1943zusätzlich Leiter der Textilfachschule in Zürich
1949–1956Leitung des Museums Rietberg in Zürich
ab 1955Ausarbeitung und Veröffentlichung seiner kunstpädagogischen Lehre; Wiederaufnahme seiner künstlerischen Tätigkeit

Nach einer Lehrerausbildung in Bern und kurzer Lehrtätigkeit wandte sich Johannes Itten der freien Kunst zu, brach aber das an der Ecole des Beaux-Arts in Genf begonnene Studium vorzeitig ab und bildete sich autodidaktisch weiter. Bis 1912 absolvierte Itten ein weiteres Lehramtsstudium an der Universität Bern, das er als Sekundarlehrer abschloss. In den folgenden Jahren studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und wurde dort Mitglied im Meisterschüleratelier von Adolf Hölzel. 1916 organisierte Herwarth Walden in seiner Berliner Galerie “Der Sturm“ eine erste Einzelausstellung zum Werk Johannes Ittens. Im selben Jahr siedelte Itten nach Wien über und eröffnete dort eine private Kunstschule. Im Oktober 1919 wurde er als einer der ersten Meister durch Walter Gropius an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen. Bis 1922/23 war er der Leiter des Vorkurses, den er selbst als Einführungssemester entwickelt hatte, und Formmeister aller Werkstätten ausser der Keramischen Werkstatt, der Buchbinderei und der Druckerei. Am Bauhaus entwickelte Itten auch die “Farbenkugel in 7 Lichtstufen und 12 Tönen“: Sich schematisch gegenüberliegende Komplementärfarben bilden die Grundlage von Ittens Farbenkreis, der 1921 im Almanach “Utopia. Dokumente der Wirklichkeit“ publiziert wurde. Nach internen Differenzen mit Walter Gropius verliess er im März 1923 das Bauhaus. Im selben Jahr trat er in die Internationale Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft in Herrliberg am Zürichsee ein. 1926 gründete Itten seine eigene Moderne Kunstschule Berlin, für die neu gegründete Höhere Fachschule für textile Flächenkunst in Krefeld bekam er 1932 die Leitung übertragen. Beide Schulen wurden vom NS-Regime geschlossen. Im Jahr 1938 übernahm Itten die Leitung der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums in Zürich, 1943 zudem die Leitung der Textilfachschule in Zürich. 1949 erhielt er den Auftrag zum Aufbau des Museums Rietberg für aussereuropäische Kunst in Zürich.

Quellen:
Rüegg, Arthur (Hg.), “Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert“, Basel/Boston/Berlin 2002
http://bauhaus-online.de/atlas/personen/johannes-itten


Foto: Paul Stockmar
Quelle: bauhaus-online.de
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