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Leuchtpult
Werner Zemp
CH, geboren 1940
Werner Zemp
* 1940 in Kleinwangen

1957–1960Lehre als Möbelschreiner in Hitzkirch; Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Luzern
1960–1963Besuch der Kunstgewerbeschule Luzern; Stagiaire in einem Innenarchitekturbüro; Ausbildung als Innenarchitekt
1963–1967Designstudium an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm
1964/65Preise des Eidgenössischen Stipendienwettbewerbs
1967Assistent von Gui Bonsiepe an der Hochschule für Gestaltung Ulm
1968–1970Designberater in Mailand
1970/71Studienaufenthalt in London
1971/72Mitarbeit in der Designgruppe am Forschungsinstitut INTEC in Santiago de Chile
1972–1977eigenes Designbüro in Cabiate/Como
1978–1993Geschäftsführer der Designabteilung bei Devico Design AG in Gockhausen; Mitarbeit im Vorstand des Fachverbands Schweizer Industrial Designers (SID)
1993Gründung des Designateliers Zemp + Partner Design mit seiner Frau Margarita Zemp in Zürich
2006Red Dot Award für den Abfallhai
seit 2008Atelier in Amden

Nach einer Lehre als Möbelschreiner besuchte Werner Zemp die Kunstgewerbeschule Luzern, parallel dazu machte er eine Ausbildung in einem Innenarchitekturbüro. Von 1963 bis 1967 studierte er Design an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm. In dieser Zeit entstanden erste Designprojekte zur Finanzierung des Studiums, aber auch erste Arbeiten der freien Kunst. Als Assistent war Zemp in der Entwicklungsgruppe von Gui Bonsiepe tätig. Zemp entwarf 1967 Objekt-Spielplatzgeräte als kombinierbare Bauteile aus glasfaserverstärktem Polyesterharz, die im folgenden Jahr von Burri Public Elements produziert wurden. Im Jahr darauf zog Zemp nach Mailand, dort war er als Designberater tätig und entwickelte modulare Warenhauseinrichtungssysteme für die Kaufhäuser La Rinascente und Upim. Nach einem Arbeits- und Studienaufenthalt in London folgte 1971/72 ein Aufenthalt in Santiago de Chile, wo er in der von Gui Bonsiepe geleiteten Designgruppe am Forschungsinstitut INTEC mitarbeitete. In dieser Zeit entstanden Landwirtschaftsmaschinen, Haushaltsprodukte und Schulmöbel. Nach seiner Rückkehr eröffnete er ein eigenes Designbüro in Cabiate bei Como, das im Bereich Ladenbau und Büroeinrichtungen tätig war. 1978 wurde Zemp zum Leiter des Designbüros Devico Design AG in Gockhausen berufen. Dort entwickelte er Designlösungen für die Konsum- und Investitionsgüterindustrie. So entstand 1989 beispielsweise für Ernst Schweizer Metallbau das Orientierungs-, Beleuchtungs- und Informationssystem Infoconcept. 1993 gründete Zemp gemeinsam mit seiner Frau Margarita Zemp das Designbüro Zemp + Partner Design mit Sitz im Technopark Zürich. Das bekannteste Produkt Zemps ist der Abfallhai, den die Brüco Swiss AG für die Stadt Zürich produzierte. Der Entwurf aus robustem, unverwüstlichem Edelstahl garantiert eine lange Lebensdauer und ist vandalensicher. Das Abfallbehälter-Programm ist seit 2002 in Zürich im Einsatz, mittlerweile zu einer Produktfamilie erweitert und in weiteren Städten im In- und Ausland präsent. 2004 übergab Zemp das Büro an seine langjährigen Mitarbeiter und wurde Mitbegründer der Quadesign Partner AG in Zug. Seither betreut er spezielle Designprojekte unter anderem für die Jura Elektroapparate AG und die Brüco Swiss AG. Seit 2008 nutzt Zemp sein Atelier in Amden für sein künstlerisches Schaffen, das seit Beginn seiner Karriere einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

Quelle:
Zemp, Werner, “Design – Objets – Reliefbilder“, Winterthur 2010



Foto: Derek Li Wan Po
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